Geburtstagsfeier Willi

Ich bin ja schon Anfang Januar in den Ruhestand gegangen, aber erst wenn man die Zahl 65 erreicht hat, realisiert man wirklich, dass jetzt nach dem Arbeitsleben eine neue Lebensphase beginnt. Das ist für uns halt immer noch die Zahl, mit der sich das Rentenalter verbindet. Für unsere Kinder werden es zwei Jahre mehr sein, falls sich nicht wieder was ändert.

So eine Feier hat natürlich eine gewisse Vorlaufzeit. Da ich an meinem Geburtstag noch im Urlaub war, musste ein wenig verzögert nachgefeiert werden. Dank Doodle hat sich der 01.08 ergeben, was ja recht zeitnah ist. Allerdings konnten letztendlich zwei meiner Geschwister nicht kommen, dafür war die Nachbarschft komplett versammelt. Die Lisa hat mich auf die Idee gebracht (siehe mein Beitrag vom 20. Mai in ihrem Garten), anstatt zu Grillen, mir den holzbefeuerten Backofen vom KJR Roth auszuleihen und Pizza zu backen. Das fand ich sofort eine super Idee, aber wenn man das erstmalig organisiert, muss man schon recht viel hin und her überlegen welche Mengen denn man so benötigt.

Noch vor dem Urlaub waren wir mal beim Uwe und der Tine zu einem Pizzaabend eingeladen. Gebacken wurde das Pizza auf einem Schamottstein im E-Herd. Der Teig und die Sauce war nach einem Rezept aus dem Internet: perfekte-pizza.de. Ich benötigte Zutaten für 26 Erwachsene und 7 Kinder. Also habe ich von hier aus hochgerechnet, dass ich Teig von 5 kg Mehl machen muss und die Tomatensauce aus 6 kg passierten Tomaten. Das war alles reichlich gerechnet, wie sich dann herausgestellt hat. Es hätten auch 3 1/2 kg Mehl gereicht und von der Tomatensauce die Hälfte. Auch mit dem Käse lag ich daneben. Ich hatte 4 kg Gouda, 1 kg Emmentaler und zusätzlich noch Mozzarella und Parmesan. Da hätte auch die Hälfte gereicht. So ging es weiter mit dem gekochten Schinken (500 g), Salami (300 g), Serano (250 g), Sardellen (5x 90 g). Von der Wurst hätten je 150 bis 200 g gereicht; wenn weg dann weg. Es gab ja auch noch jede Menge frische Beläge wie Tomaten, Paprika, Rucola, Basilikum, Champignons, Zwiebeln, Oliven. Auch davon waren die vorbereiteten Mengen zu viel, da reicht es, die Ware bereit zu stellen und bei Bedarf noch was aufzuschneiden. Man darf auch nicht vergessen, dass es auch schon Antipasti von der Lisa und weitere Salate von den Nachbarn gab.

Als Nachtisch hat die Marion eine doppelte Portion von ihrer beliebten Joghurtbombe gemacht. Das kam sehr gut an und wer wollte konnte sich noch mit Eis und roter Grütze bedienen. Das Bier hatten wir vom Fräki auf Kommission bestellt. Aber die beiden selbstkühlenden 10 Liter Fässer konnten wir nur leer zurück geben und von den vier 5 Liter Fässern war auch noch eines gebraucht. Den Wein gab es diesmal aus der Box: 10 Liter Rose und 5 Liter roten. Das hat gut gereicht und ich konnte auch hinterher noch lange weiter daraus trinken.

Das Fest kann man als gut gelungen bezeichnen und es wird bestimmt zum Nachmachen anregen (hoffentlich). Den Ofen können wir bestimmt wieder ein mal ausleihen, oder wir finden eine Lösung mit Schamottsteinen auf einem Grill. Das soll ebenfalls funktionieren.

Und hier noch einige Bilder von der Vorbereitung.