Wandern Gardasee

Die Reise mit der Fa. Leitner ging über 5 Tage vom 18 bis 22.06. Untergebracht waren wir in Nago im Hotel Rubino. Nago liegt hoch über dem See und von einigen Stellen aus kann man auch hinuntersehen. Einige der Gäste sind auch zu Fuß hinunter nach Torbole gelaufen. Nach Aussage unserer Reiseleiterinnen hatten wir viel Glück mit dem Hotel, da die meisten Leitner Gäste bis zu einer Stunde mit dem Bus entfernt vom See untergebracht sind. Das Hotel war einfach und es gab Einheitsmenü, jeden Abend was mit Nudeln und auch meist ein Stück Fleisch. Aber bei dem Preis kann man sich nicht beschweren (2×300€ für 5 Tage).

Damit wir ja genug zu Wandern haben, ging es nach der Ankunft in Riva del Garda gleich mit einer kleinen Tour los hoch zur Ruine der „Bastione“. Auf dem Rückweg hat die Ursula schon heftig gekämpft, da die Stöcke noch eingepackt waren. Aber wir kamen noch gut unten an. Am zweiten Tag kam die erste echte Herausforderung: die Ponale Panonamastrße. Geplant war nur ein Teilstück hoch bis zu einem kleinen Restaurant, aber die dänische Reiseleiterin ist dann noch eine Stunde weiter hoch bis zur weißen Madonna. Wir hätten ja nicht gemußt, aber sind dann doch mitgegangen. Es ist ja nicht damit getan hoch zu gehen, man muss ja auch wieder runter. Und wie es so ist, hat sie auch noch geschäftstüchtig eine private Bootsfahrt nach Limone organisiert, die wir eben auch nicht versäumen wollten. Auch wenn Limone nur eine Stadtbesichtigung war, auf und ab geht es dort überall.

Am Tag drei war dann der Panoramasteig Busatte-Tempesta auf der gegenüberliegenden Seite des Sees an der Reihe. Angekündigt war der „Himmelssteig“ und tatsächlich waren hier zur Überwindung der Schluchten keine Wege in den Fels getrieben, wie man es in Österreich machen würde, sondern Stahlkonstruktionen mit insgesamz 367 Treppen aufgebaut. In der großen Gruppe ist das schwer zu laufen, da die vorderen an den schönsten Stellen stehen bleiben und die nachfolgenden dann keine Zeit mehr zum Schauen haben. Ich hatte wenigstens die Kamera immer schußbereit und habe dann im vorbei gehen schnell ein paar Fotos gemacht. Da dieser Tag auch noch nicht gabz ausgefüllt war, hat uns der Busfahrer dann noch nach Garda, am anderen Ende des Sees gefahren. Die Reiseleitung hat noch empfohlen, in ca. 20 Minuten bis Bardolino zu laufen, aber das war eine völlige Fehlinformation. Man braucht über eine Stunde und so konnten wir nicht mal mehr etwas zu Mittag Essen. Ein Eis musste dann bis zum Abend reichen.

Der vierte Tag war mehr entspannt. Es ging hoch zum Ledro-See, den wir in ca. 2h umrundet haben. Nach einem guten Pizzaessen fuhren wir weiter zum Tenno-See, wo wir aber nur kurz daran vorbeigelaufen sind weiter zum Weltkulturerbe-Dorf Canale. Nahezu verlassen zeigt sich dieses Dorf in seiner typisch italienischen Art. Vom Verfall bedroht, aber trotzdem von seiner schönsten Seite in den vielen Details an Fenstern, Türen und als Gesamtensemble. Am Abend haben wir dann noch einen kleinen Rundgang durch Nago, unser Quartierort, gemacht. Auch hier der typisch italienische Flair, wie man es nur hier erleben kann.

Am letzten Tag sollte noch der Weg zwischen Torbole und Riva del Garda zurück gelegt werden. Das war uns dann aber zu viel und wir sind mit dem Bus weiter gefahren und dann noch ein wenig durch Riva del Garda gestreift. Das war ein passender Ausklang vor der nervigen Rückreise mit mindestens drei Stunden Stau auf allen Straßen. Aber um Mitternacht waren wir dann wieder zu Hause.